Wir schreiben den 25.03.2014, 10:15 Uhr, Unterrichtsende. Die Klasse verlegt vom Klassenraum zum nahegelegenen "Kino im Dach". Gegen 10:55 Uhr kurze Bestandsüberprüfung: alle Schüler sind wohlbehalten angekommen. Uns erwartet ein Ausflug, ein Ausflug in die deutsche Geschichte, besser gesagt: genau einhundert Jahre in die Vergangenheit. Wir versetzen uns in das Jahr 1914, kurz nach Beginn des ersten Weltkrieges. Titel des Filmes, welchen wir gleich sehen werden, ist: "Im Westen nichts Neues".

Doch nicht nur im Film werden die jungen Menschen militärisch geführt, auch uns steht ein Offizier der Bundeswehr zur Seite: Oberst Prof. Dr. Matthias Rogg, Leiter des Militärhistorischen Museums Dresdens, ist für eine geschichtliche Auswertung des Filmes anwesend. Punkt 11:00 Uhr: Der Film beginnt. Für manche ungewohnt in Bild- und Tonqualität, sehen wir, wie sich die ganze Klasse von Paul Bäumer anno 1914, vom Lehrer angeregt, freiwillig und euphorisch zum Kriegsdienst verpflichtet. Es folgt der erste militärische Drill im Kasernenhof, die Begeisterung klingt ab und spätestens nach den ersten Granateinschlägen in Frontnähe kommen statt Euphorie Fragen und Ängste in das Gemüt der jungen Männer. Wir sehen auf der Leinwand, wie sich der ehemalige Klassenverband mehr und mehr ausdünnt, der Stellungskrieg an der Westfront fordert seinen Tribut. Paul Bäumer lernt Kameradschaft und Zusammenhalt, aber vor allem den Schrecken des Krieges kennen. Als er den ersten direkten Feindkontakt im Granattrichter erlebt, wird Paul bewusst, dass er gegen Menschen kämpfen muss, die sind wie er selbst, in einem Krieg, den keiner der Soldaten gewollt hat. Das "Gesicht des Krieges" hat sich gewandelt und Paul steht dem sinnlosen Kampf kritisch gegenüber. So berichtet er auf Heimaturlaub seinem ehemaligen Lehrer mit seiner neuen Klasse von den schrecklichen, prägenden Erlebnissen an der Front und muss sich fehlende Vaterlandsliebe vorwerfen lassen. Am Ende des Heimatsurlaubs trennt sich Paul schweren Herzens von seiner ihn liebenden Familie, vielleicht sieht er sie nie wieder. Wenn Ihr sehen möchtet, was Paul alles erlebt hat und wie es ihm selbst im Tumult des Krieges ergeht, lege ich euch diesen Klassiker der Filmgeschichte ans Herz.

 Neben zwei Stunden packender Unterhaltung vermittelt der Film einen Eindruck der Welt von vor einhundert Jahren und dient gleichzeitig als Mahnmal für die Leiden, die ein Krieg mit sich bringt. Filmende: Die Schüler von heute sind gefragt. Fragen wie „Was macht diesen Film zum Antikriegsfilm?“ oder „Würde sich auch heute eine Klasse geschlossen freiwillig zum Kriegsdienst melden?“ stehen im Raum. Desweiteren hat Herr Oberst Prof. Dr. Rogg weitere Informationen zum Film und der Gesellschaft jener Ära parat. Wir erhalten Einblick in die damalige Zeit und erfahren, dass der Film, heute selbstverständlich, früher strittiger betrachtet wurde, sogar geschnitten wurde und dennoch Straßenschlachten auslöste, da er für das Ende der 1920er Jahre ein düsteres Bild vom Krieg vermittelte. Diese und viele weitere zusätzliche Informationen haben wir heute erhalten und Jeder für sich selbst konnte sein Puzzle der deutschen Geschichte ein wenig vervollständigen. 14.30 Uhr Dienstschluss

Marcel Böhme 12L2

Am 07. Februar 2014 um 18:00 Uhr trafen sich die Schüler der Klassen 12L1 und 12L2 zu einem Theaterbesuch im Theaterhaus Rudi. Nicht wie gewohnt sollte es sich um ein deutschsprachiges Stück handeln, nein es wurde „The Snow Queen“ auf Englisch aufgeführt. Das Theaterhaus Rudi befindet sich im Dresdener Stadtteil Mickten. Für einen kleinen Obolus von 3,50€ konnten sich die Schüler auf eine Reise in die Märchenwelt mitnehmen lassen. Durch die fantastischen Schauspieler des Eclectic Theatre wurde das Märchen von Kay und Gerda den Schülern nahe gebracht. Das Eclectic Theatre ist ein international besetztes Projekt von Studenten und Berufstätigen, das die englische Sprachkultur fördern will und ausschließlich englischsprachige Inszenierungen aufführt. Unter der professionellen Leitung des britischen Regisseurs, Kritikers und Schriftstellers Michael Halstead werden regelmäßig neue Aufführungen inszeniert und im Theaterhaus Rudi gezeigt. Der Besuch war geeignet für gut und weniger gut Englisch sprechende Schüler der Klassen. Die Schauspieler sprachen deutliches und verständliches Englisch, somit konnte die Handlung der „Snow Queen“ sehr gut mitverfolgt werden. Der wahrscheinlich nächste Theaterbesuch steht schon bevor und könnte zu dem Stück „Romeo und Julia“ von William Shakespeare führen.

Am 14.02.2014 fand für die L-Klassen der Fachoberschule der Unterricht nicht wie gewohnt in Dresden, sondern im Rahmen einer Ganztagsexkursion in Berlin statt. Wir waren als Gäste einer Bundesratssitzung angemeldet, fanden dann aber nur leere Räume vor: Die Sitzung war bereits zu Ende. Dennoch erklärte man uns das dortige politische Prozedere, die beiden Klassen betätigten sich selbst als wichtige Akteure einer Sitzung.

Natürlich nutzten wir die Gelegenheit auch gleich für die feierliche Übergabe der Halbjahreszeugnisse im präsidialen Ambiente.

Der Nachmittag gehörte einer Exkursion nach Kreuzberg, wir bekamen freien Eintritt im Deutschen Technikmuseeum, mussten jedoch feststellen, dass man für die überaus spannende Ausstellung mindestens eine Woche Urlaub einplanen sollte.

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Am 5. Februar 2014 bot sich für uns, den Schüler der Fachoberschule, die Möglichkeit, an einer organisierten Führung in der Neuen Synagoge Dresden teilzunehmen. Nach einer freundlichen Begrüßung durch unsere Führerin, die selber Mitglied der jüdischen Gemeinde Dresdens ist, erfuhren wir im Gemeindesaal der Synagoge eine Menge Interessantes über die Geschichte der alten Synagoge, welche von Gottfried Semper entworfen und im Jahre 1840 eingeweiht wurde und in der Reichpogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 von den Nationalsozialisten niedergebrannt wurde. Anhand von Bildern aus der früheren Zeit erfuhren wir vieles über Aussehen der Synagoge und das jüdische Leben in der Stadt. Anschließend gingen wir über den Innenhof, in dem, durch Metallschienen gekennzeichnet, die ehemalige Grundfläche der Semper´schen Synagoge sichtbar ist, in die 2001 eröffnete Neue Synagoge. Diese ist analog der „Klagemauer Jerusalem“ errichtet worden. Die Männer unter uns, welche keine Mütze oder Kappe trugen, mussten nach dem Eintreten eine Kippa aufsetzen.

Nachdem unsere Begleiterin uns weitere interessante Details zum Bau der Synagoge erzählt hatte, betraten wir den rituellen Raum durch die hölzerne Westwand und nahmen auf den Sitzbänken Platz. Danach wurde uns einiges an Anschauungsmaterial, z.B. ein Modell einer Thora oder ein Gebetsmantel, gezeigt und viel Wissenswertes zur Synagoge sowie zum jüdischen Glauben berichtet. Zum Schluss bekamen wir noch Zeit für die Beantwortung unserer Fragen, die sich vor allem um den Alltag jüdischer Gläubiger in einem christlich geprägten Land wie Deutschland drehten. Im Gesamten war es ein sehr interessanter Ausflug und wir können es jedem empfehlen, auch einmal an einer Führung in der neuen Synagoge teilzunehmen.

Am 18. und 19. 12.2013 führten wir, die Klasse 11b der Fachoberschule, Projekttage unter der weitgefassten Thematik „Soziale Netzwerke“ durch. Dabei wurden uns Schülern die mit diesem Thema verbundenen Probleme sowie die Vorteile und Nachteile bei der Nutzung sozialer Netzwerke nahegebracht.

Insbesondere beschäftigten wir und dabei mit Facebook. Zu Beginn des ersten Projekttages zeigte die Dozentin, Frau Jeanette Büchner, der Klasse, wie fahrlässig eine Reihe unserer Mitschüler mit ihren „privaten“ Informationen im Internet umgehen. Daraufhin bearbeiteten wir in mehreren Teams verschiedene Themen, unter anderem auch zum Cybermobbing. Dazu nutzten die Teams sowohl das Internet als auch die von der Dozentin zusätzlich zur Verfügung gestellten Informationsmaterialien.

Die Ergebnisse unserer Arbeit stellten wir am zweiten Projekttag dem Lehrerkollegium vor. Zusammengefasst möchten wir diese zwei Tage als informativ und lehrreich für die Wahrung der Privatsphäre und unserer persönlichen Sicherheit im sozialen Netzwerk einschätzen.

Klasse 11b

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